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Interessengemeinschaft Domagkateliers - Presseerklärung
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IG Domagkateliers - Presseerklärung - 2004/12/20 22:16
DOMAGKATELIERS Interessengemeinschaft der Kunstvereine und Einzelmieter der Domagkateliers
München, 17.12.2004
Sehr geehrte Damen und Herren,
die Domagkateliers sind akut von Schließung bedroht. Im Anhang finden Sie eine Zusammenfassung der aktuellen Situation, unserer Stimmungslage, unsere Forderungen und Angebote an die Stadt und den Bund zu möglichen Lösungswegen.
Wegen der Aktualität der Ereignisse geht diese Presseerklärung ohne vorherige telefonische Kontaktaufnahme an Sie. Wir bitten dies zu entschuldigen, danken Ihnen für Ihr Interesse und stehen Ihnen für Fragen, Berichte und Termine zur Verfügung.
Kontakt
Seit dem 9.12.2004 sind die vier großen Kunstvereine AKKU e.V., Interkunst e.V., KVD e.V., VAK e.V. und die Einzelmietervertretung der Domagkateliers Mitglieder der IG. Der von der IG gewählte Ansprechpartner für die Stadt München heißt Herbert Windmayer, stellvertretend fungiert Georg Höngdobler. Für die Interessengemeinschaft wird ein Büro eingerichtet. Ab Montag, dem 20.12. ist die IG telefonisch unter der Rufnummer 089-32210178 und per eMail unter der Adresse gremium@domagkforum.de erreichbar.
Für aktuelle Rückfragen steht außerdem das Presseteam der IG zur Verfügung: Marcus Gruber 0177 – 801 25 39 Georg Höngdobler 0175 – 84 30 550 Sebastian Segl 0179 – 1815 860
Mit freundlichen Grüßen,
IG Domagkateliers
Oliver Dopheide (AKKU e.V.) Marcus Gruber (KVD e.V.) Georg Höngdobler (Einzelmietervertreter) Arno Jorga (Interkunst e.V.) Sebastian Segl (Einzelmietervertreter) Oliver Stromberg (Einzelmietervertreter) Herbert Windmayer (VAK e.V.)
Situation
Auf dem Gebiet der ehemaligen „Funkkaserne“ in München hat sich mit den Domagkateliers in über zehn Jahren eine der größten Künstlerkolonien etabliert. Von Seiten der Stadt wurde gestern für das Gelände in der Domagkstrasse 33 eine Nutzungsuntersagung zum 1.1.2005 bekannt. Als „Räumungsfrist“ wurden lediglich drei Monate in Aussicht gestellt.
Stimmungslage
Es bahnt sich eine menschliche und soziale Katastrophe an. 250 Ateliers für 350 Künstler aller Richtungen sind von der Schließung des Kasernengeländes bedroht.
Eine über zehn Jahre gewachsene Struktur wird möglicherweise für immer zerstört, wenn nicht schnellstmöglich aussichtsreiche Lösungen gefunden werden.
Hintergrund
Die Domagkateliers befinden sich auf dem Gebiet der ehemaligen Funkkaserne, Domagkstraße 33, München. Bis gestern fanden Mietvertragsverhandlungen der Kunstvereine und Einzelmieter mit der als neuen Generalvermieter eingesetzten Hausverwaltung Fisser (Schwere-Reiter-Straße) statt. Die Sanierung des Kanalsystems war Teil einer Abmachung zwischen dem Eigentümer Bundesvermögensamt (BVA) und dem nicht zuletzt aus diesem Grund eingesetzten neuen Generalvermieter. Die im Oktober erfolgte Dichtigkeitsprüfung ergab einen Sanierungsbedarf von 95 % des Kanals, geschätztes Investitionsvolumen 3 Mio. Euro. Daraufhin ist der Vertrag zwischen der HV Fisser und dem BVA geplatzt und die LH München hat die Nutzungsuntersagung ab 1.1.2005 angekündigt. Eine Forderung des Wasserwirtschaftsamts besagt nun, dass das Kanalsystem binnen sechs Monaten renoviert werden muss, um eine weitere Nutzungsgenehmigung zu ermöglichen.
Folgen
Die Stadtratsbeschlüsse zum Erhalt der Künstlerszene auf dem Areal wären ad absurdum geführt. Die gesamte Planung seitens der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme (vgl. Workshop „ZukunftDomagk“) im entstehenden Neu-Schwabing mit einer „Cite d’Artistes“ mit 20.000 qm Atelierfläche wäre hinfällig.
Forderung
Der kontinuierliche Verbleib der Künstler ist selbstverständlich unabdingbar, um die bisherigen Planungen und Stadtratsbeschlüsse nicht ad absurdum zu führen. Die Künstler können nicht jetzt ausziehen und nach drei oder mehr Jahren wieder einziehen. Das Entstehen eines kunst– und kulturgeprägten Viertels, wie es seit mehr als zehn Jahren von den Künstlern vorbereitet wurde, ist gefährdet.
Angedachte Lösungsansätze
Die Künstler arbeiten konstruktiv und mit professioneller Unterstützung an dem Gelingen des großen Ziels mit.
Die Interessengemeinschaft der Kunstvereine und Einzelmieter der Domagkateliers hat in einem Gremium bereits Ausschüsse gebildet, die sich unter anderem mit baulichen Lösungen zur Kanalsanierung, Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit befassen.
Die Künstler erwarten, dass die gesamte Angelegenheit seitens der Stadt zur Chefsache erklärt wird.
Zur Interessengemeinschaft
Seit dem 9.12.2004 sind die vier großen Kunstvereine AKKU e.V., Interkunst e.V., KVD e.V., VAK e.V. und die Einzelmietervertretung der Domagkateliers Mitglieder der IG. Der von der IG gewählte Ansprechpartner für die Stadt München heißt Herbert Windmayer, stellvertretend fungiert Georg Höngdobler. Für die Interessengemeinschaft wird ein Büro eingerichtet. Ab Montag, dem 20.12. ist die IG telefonisch unter der Rufnummer 089-32210178 und per eMail unter der Adresse gremium@domagkforum.de erreichbar.
Ausschuss- Vorschläge
- Kanalsanierung der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme vorziehen (Da das Kanalsystem im Rahmen der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme sowieso ab 2008 saniert bzw. neu angelegt wird, sollten schnellstmögliche alle planerischen Schritte vorgezogen werden, die von vorneherein eine nachhaltige Sanierung des Kanalsystems gewährleisten und damit den Verbleib der Künstler auf dem Gelände sicherstellen.) - Teilsanierung mit Partnern auf dem Gelände (z.B. Bundesgrenzschutz, Technisches Hilfswerk, Alabamahalle) - Hausabwasseranschlüsse an Sammelcontainer (vorhandene Hebepumpen verwenden, evtl. nur den ersten Stock der Gebäude betreiben, damit das Gefälle ausreicht, Verwendbarkeit ehemaliger Bunker als Behältnis überprüfen, zur Kosteneinsparung Ersatzkanäle eventuell innerhalb der Häuser verlegen) - WC- und Dusch-Container als Zwischenlösung - Zur Wegeverkürzung Anbindung an dichte Kanäle in der Umgebung schaffen |
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