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In der Künstlerkolonie gehen die Lichter aus - wer hat den Künstlern den Strom abgedreht?
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Seit einer guten Woche gibt es Nachts kein Licht mehr auf den Straßen von Europas größter Künstlerkolonie in der ehemaligen Funkkaserne im Norden Münchens. Ohne Ankündigung bleiben die Laternen seitdem dunkel...
An welcher Stelle da wohl gespart werden soll? Betroffene berichten, daß die auf dem Gelände anlässlich der Fussballweltmeisterschaft verstärkt Patrouille fahrende Polizei neuerdings behauptet, die ehemalige Kasernengelände sei ein "verruchtes" Gebiet und begründet damit ansonsten unbegründete Körperdurchsuchungen. Ob die nächtlichen Stromsparmaßnahmen den polizeilichen Mehraufwand wohl aufwiegen?
Nicht berücksichtig wird dabei übrigens leider, daß die ansässigen Künstler tatsächlich dafür sorgen, daß ihre Kolonie liebenswert bleibt. Den "verruchten" Anteil am Gelände sollte man eher den Partyveranstaltungshallen zuschreiben, deren Gäste im Vollrausch regelmäßig die Einrichtungen der Künstler, der MVG und der umliegenden Gebäude demolieren.
Die Domagkateliers hoffen jedenfalls, daß der Macht am Elektrizitätsschalter wenigstens zu den dieses Jahr vom 13. bis 16 Juli stattfindenden Tagen der offenen Ateliers endlich wieder ein Licht aufgeht.
Sonst müssen die Künstler ihre Gäste abends per Taschenlampe herumführen, wenn sie ihre Werke präsentieren und einen Einblick in ihr tägliches Arbeiten gewähren wollen.
Die darstellenden Künstler mit ihrem anspruchsvollen Rahmenprogramm haben damit weniger Probleme, da sie ihre Bühnen selbst beleuchten oder sogar mit Feuer spielen.
Öffnungszeiten der DomagkAtelierTage XIII:
Do. 13 -So. 16 Juli 2006
Do. 13.7 und Fr. 14.7 19.00-22.00 Uhr
Sa. 15.7 und So. 16.7 15.00-22.00 Uhr
Begrüßung durch Professor Jerry Zeniuk am Do. 13.7 um 19.00 in der Dachgalerie |