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Heiner Müller: HAMLETMASCHINE mit Domagkern
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Aufführung der "Hamletmaschine" am Samstag 15.10.2005 im Rahmen der "Langen Nacht der Museen" in der whiteBOX, KULTFABRIK, Grafinger Str. 6 am Ostbahnhof
Fotos von der Aufführung
Die whiteBOX präsentierte eine Koproduktion aus bildender Kunst und Theater
Videoinstallation:
Ugo Dossi: 2 Videoinstallationen Aus: Die 4 Elemente
Vorschau zu seiner Ausstellung im Tretjakow Museum in Moskau
vom 30.11.2005 - 25.01.2006
Theater:
Inflagranti & Barrel: Die Hamletmaschine, nach Heiner Müller
Performance in der Installation, mit Jo.Vossenkuhl, Sebastian Leebmann,
Michèle Tichawsky, Juliane Trimper. Musik: Christoph Reiserer, Leif Dahlem,
Michael Wüst,
Dass Kunst ein Werkzeug ist, um die eigene Existenz zu hinterfragen, ist
nicht zwingend notwendig, aber für jeden nachvollziehbar. Die Verfeinerung
und Weiterentwicklung sämtlicher Werkzeuge, die wir Menschen gefunden
haben, verschafft uns einen klaren Vorteil vor anderen Lebewesen. Kunst ist
ein Werkzeug, mit dem wir eine Wesenhaftigkeit erforschen können, die sich
in unendlich mannigfaltigen, aber auch verwirrenden Erscheinungen und
Bildern zeigt.
Was sehen wir, wenn wir uns in Beziehung mit den uns so wertvollen 4
Elementen: Feuer, Wasser, Erde und Luft setzen? Was hören, fühlen,
schmecken, denken wir? Was nehmen wir also wahr?
Die Videoinstallationen von Ugo Dossi Die 4 Elemente
setzen sich mit dieser Thematik auseinander. Das Rad der Wiederkehr,
Geburt, Tod, Eros Unendlichkeit: das sind zentrale Themenbereiche,
die in den Videoinstallationen seziert werden.
Auf einer sprachlichen Ebene setzt sich auch Heiner Müller mit diesem Thema
auseinander. Die Performancegruppe Inflagranti & Barrel hat sein
Textfragment Hamletmaschine ausgewählt, weil Müller hier die
Aspekte des maschinisierten Seins einer allseits bekannten Theaterfigur
Hamlet aufzuzeichnen versucht und mit ihr das Scheitern einer
bloßen, leeren Kopie zeigt: Hamlet als Maschine. Doch Sprache allein ist zu
unklar. Klänge, Bewegung und Projektion zeichnen eine neue, weitere Welt:
das automatisierte (Zahn-)Rad der Wiederkehr wird hinterfragt.
Eine Welt, in der sich Hamlet komplett verweigert, aber dabei nicht radikal
genug ist. Als Produkt einer Phantasie ist er bereits die Kopie der Kopie
der Kopie - . Ophelia ist sein Albtraum Elektra spricht aus dem
Unterbewussten. Er will keine Rolle mehr spielen, will ein anderer sein und
muß doch weiterspielen, weil er nicht stillstehen darf, weil er selbst nur
Element ist.
Mit der Performance Hamletmaschine zeigen wir auf einer den
4 Elementen entsprechenden theatralischen Metaebene, was das
Dilemma einer Figur in einer funktionierenden Außenwelt sein kann.
JoVossenkuhl |
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