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Aus einer Pressemitteilung erfahren wir heute das von der BImA erarbeitete Konzept, welches laut Bundesministerium der Finanzen "Die Interessen aller Beteiligten so weit wie möglich berücksichtigt":
Dazu die Stellungnahme der IG Domagkateliers und von Johannes Singhammer (CSU), der Bundestagsabgeordnete für den Münchner Norden: Im Konzept der BImA wird ausgeführt:
1. "Nur die Randbereiche des Kasernengeländes werden provisorisch an des städtische Kanalnetz angeschlossen."
2. "Für die Nutzer der zentralen Bereiche wird eine Umsetzung in andere Objekte angestrebt. Dies betrifft das Evangeliumszentrum, das in die Kronprinz Rupprecht Kaserne, für die ebenfalls eine Lösung für den Abwasseranschluss gefunden wird, umziehen müsste."
3. "Die Künstler, die bislang auf dem Gelände verstreut Ihre Ateliers haben, könnten vor allem in das Gebäude 50 am Rande der Liegenschaft umgesetzt und provisorisch an die städtische Kanalisation angeschlossen werden."
Dazu nimmt die IG DOMAGKATELIERS wie folgt Stellung:
zu 1.: Gemeinsam haben alle Mieter des Geländes ein finanzierbares und schnell umsetzbares Konzept zur Lösung der Abwassserproblematik erarbeitet, welches wir den zuständigen Stellen zukommen haben lassen. Dieses Konzept berücksichtigt alle Mieter des Geländes.
zu 2.: Das Evangeliumszentrum hat die angebotenen Räumlichkeiten besichtigt, und einem Umzug nicht zugestimmt, da in der Kronprinz Rupprecht Kaserne ebenfalls das Kanalnetz undicht ist. Zudem entsprechen die angebotenen Räumlichkeiten nicht dem Bedarf.
zu 3.: Es ist nicht möglich, fast 250 "auf dem Gelände verstreute Künstler" in das Haus 50 umzusetzen, da das Haus 50 mit sechzig Mietern voll belegt ist.
Der Bundestagsabgeordnete für den Münchner Norden, Johannes Singhammer (CSU) sagt hierzu in einer Pressemitteilung vom 14.02.2005:
"Die angeblich gefunden Lösung mit der Umsetzung der Nutzer in eine andere Kaserne bzw. andere Teile der betroffenen Kaserne ist nur eine Scheinlösung, die schon zumindest von einem der betroffenen Nutzer, dem Evangeliumszentrum, bereits abgelehnt wurde. Solche Scheinlösungen nützen niemanden."
Kommentar des Autors:
Herr Singhammer hat recht.
Bei der Wahl des Ausweichqartiers ist Kreativität gefragt: Nach "ca. acht Räumen im ehemaligen Schlachthof" und einer Bahnausbesserungshalle mit 20.000qm (ein Raum, der immerhin mit Zügen befahren werden kann), nun die Lösung, doch einfach ein 30qm Atelier mit sechs Leuten und einer Band zu teilen. Auch eine tolle Idee: Einfach in eine andere Kaserne umziehen, wo das Kanalnetz genauso undicht ist.
Wir warten auf das Angebot, auf dem zugefrorenen Olympiasee unser Zelt-Ausweichquartier zu beziehen!! (Lösung für die Künsterkolonie nach dem Freispiegelverfahren...)
Bis dahin verweisen wir auf unser Sanierungskonzept und planen unseren Auszug zum 1.April.
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