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Pressemitteilung der Münchner GRUENEN - 17. Dezember 2004
Können „Hygienecontainer“ die Künstlerkolonie retten?
Grüne geben Domagkstraße nicht verloren
Mit einem Dringlichkeitsantrag ( >>>hier) für den gemeinsamen Planungs-,
Kommunal- und Kulturausschuss am 12. Januar 2005 hat die
Stadtratsfraktion Die Grünen – rosa liste auf die neuesten
Hiobsbotschaften für die Künstlerkolonie Domagkstraße reagiert. Die
Grünen wollen .... in ihrem Antrag einen Weg aufzeigen, wie die
Künstlerkolonie trotz der Undichtigkeit des Abwasserkanalnetzes erhalten
bleiben kann: Zwischen den Häusern sollen von der
Bundesvermögensverwaltung sog. „Hygienecontainer“ mit Wasserver- und
entsorgung sowie Toiletten aufgestellt werden.
Hierzu erklärt der Fraktionsvorsitzende Siegfried Benker: „Ein Gutachten
hat gezeigt, dass in der Domagkstraße Abwässer ins Grundwasser geraten.
Dass hier Abhilfe geschaffen werden muss, ist gerade für die Grünen
selbstverständlich.
Aber die Stadt muss trotzdem nach Wegen suchen, wie ein Verbleib der
Künstler ermöglicht werden könnte bis im Zuge der Neubebauung auch das
Kanalnetz erneuert wird. „Hygienecontainer“ könnten eine Lösung sein.
Weiterhin soll die Stadt untersuchen, ob und unter welchen Bedingungen
die Künstler wenigstens in Teilbereichen erst mal geduldet werden
könnten. Zum Vergleich wir sehr genau darauf achten, wie mit der Kaserne
des Bundesgrenzschutzes sowie den Einrichtungen des THW auf dem gleichen
Gelände umgegangen wird.
Die Stadt hat sich durch entsprechende Beschlüsse im Rahmen des
Wettbewerbs zur Bebauung der ehemaligen Funkkaserne dazu bekannt, die
Künstlerkolonie in der Domagkstraße zu erhalten. Wenn das nicht nur
Lippenbekenntnisse gewesen sein sollen, muss sie jetzt auch helfen. Es
kann doch nicht wahr sein, dass es in dieser Stadt nicht möglich sein
soll, selbstverwaltete und kreative Räume für Künstler zu erhalten. Die
Grünen jedenfalls geben sich noch nicht geschlagen.“ |